Gastautoren

Gilbert


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Gesättigt

Still ruht der Wald in dunkler Ruh,
nur noch die alte Eule wacht.
Der Mond schließt seine Augen zu,
will nicht sehen, wer da lacht.

Eilig kommen sie gezogen
brechen so manchen Zweig entzwei.
Hüte ins Gesicht gezogen
ziehen sie an mir vorbei.

Haben nun den Saft empfangen,
der sie so selig trunken macht.
WollŽn zur Heimstatt nun gelangen,
zu ruhen von der langen Nacht.

Ziehen plaudernd zu den Gräbern,
die an Haines Rande liegen.
Wollen ohne langes Zögern,
sich in wohlŽger Ruhe wiegen.

Schon naht von fern des Tages Licht,
gebirt ein zartes, warmes Rot.
Doch die Vampire sehn es nicht,
sie sind bei Tage so wie tot.



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