Gastautoren

Angelyria


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Blutengel


In einen Mantel der Trauer gehüllt
schreitet leis mit leichten Schritten
eine kleine Gestalt, ständig
auf der Hut, angst vor der
enthüllung
besteigt sein Pferd und reitet los,
hinaus in finstere Walde
Orte des Grauens und des
Schreckens, hier entkommt
niemand, kein Plätzchen da
um sich zu verstecken,
er muss rennen, ständig stets
auf wilder Flucht, rennen,
um zu leben, um zu lieben,
keine Zeit für Hass und Schmerz,
für Leid und Trauer,
tanzt er wild und unbekümmert,
in all den dunklen Jahren,
verhindert stets das Ende
seiner Gabe, ernährt sich
von den kleinen roten
Tränen die ihn ständg
mein kleiner Blutengel bringt.
Er nährt ständig flink und stumm
den Schmerz in meiner Seele
um zu erhalten seine endlose Gier nach
meinem Lebenssaft,
trinkt ihn munter lachend und führt
einen Tanz zu meinen Gunsten auf,
denn er weiss genau das ich ihm niemals
fortlauf`, um zu entrinnen seiner Gier,
die mich innterlich zerstört doch ich
weiss es genau so gut wie ihr, der Engel
kommt jede Nacht, dunkle und verhüllt
schlüpft er in meinen Kopf,
summt leise eine ferne Melodie die mich
tanzen lässt, doch nicht allein, niemals,
der Tanz der Klinge, jeden Abend singt
er dieses Lied um zu erhalten seine Gaben,
für die vermummte Gestalt die im tiefen
Walde wohnt, der Ort der Trauer und
der Schmerzen, wo sich das Leben nicht mehr
lohnt, fliegt er aus meinem Fenster hinaus
in den kalten Regen, ich höre ihn noch
lange reden, er bringt hurtig das Blut zu
meinem Meister welcher wartet schon mit
grosser Gier, so schickt er mir wie immer
quälende Geister bis zum nächsten mal,
und er mich besucht in meinem Kopf, in mir...



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