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In den Weihnachtstagen sind viele Mails, sehr ähnlichen Inhalts, eingetroffen ... ich habe mir erlaubt, diese Gedanken zusammenzufassen, weil sie allgemeingültig sind und den Menschen bewusst - aber ohne jede Aussicht darauf etwas zu verändern - eine sehr perverse Situation ...


Wir haben mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit,
mehr Wissen, aber weniger Urteilsvermögen,
mehr Experten aber grössere Probleme.

Wir haben heute breitere Strassen, aber engere Standpunkte.
Wir geben mehr aus, aber genießen weniger.
Wir bauen grössere Häuser für kleinere Familien.
Wir haben grössere Einkommen, aber weniger Moral.
Wir haben mehr Freiheit, aber weniger Zeit und Freude.
Wir reden viel, lieben nur wenig und verurteilen schnell.

Wir rauchen und trinken zu viel aber lachen zu wenig,
fahren zu schnell, regen uns unnötig auf, sehen zu lange fern,
stehen zu müde auf, lesen zu wenig,
denken zu selten vor, halten keine Zwiesprache mehr.

Wir haben unseren Besitz vervielfacht,
aber unsere Welt reduziert.
Wir wissen, wie man den Lebensunterhalt verdient,
aber nicht mehr wie man lebt.
Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt,
aber können wir den Jahren auch Leben geben?

Wir kommen zum Mond,
aber nicht mehr zu der Tür des Nachbarn.
Wir haben den Weltraum erobert,
aber nicht den Raum in uns gefüllt.
Wir können Atome spalten,
aber nicht unsere Vorurteile.

Das sind die Tage wo es zwei Einkommen für ein Heim braucht,
doch die Scheidungen drastisch steigen.

Es ist die Zeit, in der es wichtiger ist etwas darzustellen als zu sein.

Darum lasst uns einen Brief schreiben,
den wir schon lange schreiben wollten,
lasst uns der Familie sagen,
wie sehr wir sie lieben.

Verschiebe nichts,
was in deinem Leben Lachen und Freude bringt.

Jeder Tag, jede Stunde, jede Minute sind ein Leben für sich.
Und du weisst nicht ob es deine Letzte gewesen sein wird.


   † ad noctem †
      Daywalker      31.12.2002